Mehr Transparenz: Obama für Informationsfreiheit
Donnerstag, 22. Januar 2009 13:59
Direkt an seinem ersten Arbeitstag hat sich US-Präsident Barack Obama dem Freedom of Information Act (FOIA) und Transparenz bei Regierungsbehörden gewidmet und einen Erlass dazu veröffentlicht. US-Bundesbehörden sollen künftig Informationsersuche von Amerikanern großzügig und rasch erledigen. Behörden sollten sich vor Augen halten, dass sie Diener der Bürger seien. Daher sollten sie prompt auf FOIA-Anfragen reagieren, so Obama.
Dokumente unter dem Vorwand, Regierungsmitarbeiter könnten öffentlich in Verlegenheit gebracht oder Fehler oder Versagen aufgedeckt werden, geheimzuhalten, sei keine akzeptable Vorgehensweise. Auch Ablehnungen wegen spekulativen oder abstrakten Ängste, reichen laut Obama hierfür nicht aus.
Jimmy Carter führte während seiner Amtszeit das Recht auf Informationsfreiheit ein, welches unter unter George W. Bush aber eingeschränkt hatte. Betraf der Auskunftswunsch bisher ein Thema, welches die Regierung als Sicherheitsrelevant betrachtete, so waren Wartezeiten von Monaten oder Jahren keine Seltenheit.
Obamas Erlass gelte aber nicht für die Präsidentenakten, die in den Präsidentenbibliotheken lagern, da sie unter der Verfügungsgewalt der jeweiligen Amtsvorgänger liegen.
Wie mit den Kopien gehandhabt wird, die sich z. B. im Nationalarchiv in Maryland befinden, steht noch nicht fest.
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